Aktuelles aus dem Jahr 2007

 

Jahreshauptversammlung Löschzug Herongen - Zugführer und sein Stellvertreter bestätigt (07. Dezember 2007)
Herongen – Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Helmut Groß hatte die Kameraden des Löschzuges Herongen zur Anhörung der Bestellung des Zugführers und seines Stellvertreters eingeladen.  41 Feuerwehr- und  Alterskameraden folgten dieser Einladung.

Die vergangenen 6 Jahre führte Peter Heykamps die Blauröcke durch insgesamt 169 Einsätze und plante rund 183 Veranstaltungen. Zudem folgten noch unzählige Vorstandssitzungen, Zugführerbesprechungen und viele weitere organisatorischen Planungen. Ihm zur Seite stand auch in diesen Jahren Leo Venten, der zudem noch die Personaldatenbank pflegte und als Gerätewart das Gerätehaus sowie die Einsatzgeräte in Ordnung hielt. Die Feuerwehrmänner forderten die Wiederwahl und wurde einstimmig bestätigt. Peter Heykamps und Leo Venten erklärten sich bereit, die Aufgabe weiter zu übernehmen.

Anschließend übernahm Peter Heykamps die Jahreshauptversammlung. Auf dem Programm standen Neuaufnahmen, Ehrungen und Beförderungen. Verstärkt wird nun die  32-Mann starke Truppe durch Kevin Gartmann, Nikolay Gavrilin, Marco Schwarz und Rene Terporten. Befördert zum Hauptfeuerwehrmann wurde Nikolay Gavrilin sowie zum Oberfeuerwehrmann Karsten Bücken, Marcel Fackendahl, Stephan Heintze, Andreas Horst und Stefan Janssen. Roger Ingenhaag wurde nach seinem erfolgreichen Lehrgang zum Brandmeister ernannt.

Im vergangenen Jahr rückte die ehrenamtliche Feuerwehr bei  18Einsätzen aus. Die Einsatzarten stellten sich aus Brandbekämpfung, Ölspurbeseitigung sowie Meldungen durch Brandmeldeanlagen zusammen. Mit 16 Stunden Einsatzzeit war der  Sturm Kyrill auch für die Feuerwehr Herongen der Aufwendigste. Der Internetauftritt des Löschzuges unter www.feuerwehr-herongen.dehat mittlerweile über 38.000 Zugriffe. Die von Karsten Bücken gestaltete Seite dient dem interessierten Bürger sowie auch den Kameraden des Löschzuges als Informationsplattform. Damit die Blauröcke gut vorbereitet für weitere Einsätze sind, wurden im Jahr 2007 wieder viele Übungen durchgeführt. Besonders erfreut war Heykamps über die Ehrung von vier Kameraden, die vorbildlich an allen Übungen teilgenommen haben: Hermann Josef Henßen, Karl Anton Schwarz, Roger Ingenhaag sowie Herbert Fleuth. Ebenso bemerkenswert war die rege Teilnahme an Weiterbildungslehrgängen. Insgesamt 17 Kameraden des Löschzuges Herongen haben an 15 verschiedenen Seminaren teilgenommen.

Kurz vor Ende der Versammlung erschien der Nikolaus mit einigen lustigen Anekdoten. Zum Abschluss übergab er vor den Augen der überraschten Feuerwehrkameraden die Schlüssel für den neuen  Mannschaftstransportfahrzeug (MTF), der auch anschließend von den Kameraden mit Interesse betrachtet wurde. Im Jahr 2008 wird die Feuerwehr Herongen auf 100 Jahre Einsatztätigkeit zurückblicken können. Nach dem Festakt am14.05.2008 erfolgt am 31.05./01.06. ein Sommerfest. Die Kirmes Ende August wird aufgrund des Jubiläums von den Feuerwehrkameraden ausgerichtet.
   
Die beförderten u. geehrten Kameraden vor dem neuen Fahrzeug. vlnr: Zugführer Peter Heykamps, Nikolay Gavrilin, Stefan Janssen, Andreas Horst, Roger Ingenhaag, Rene Terporten und Nikolaus Norbert Hetgens. Hintere Reihe: Stefan Heintze, Marcel Fackendahl, Andreas Maßing, Kevin Gartmann, Marcel Schwarz, stellv. Zugführer Leo Venten)

 



 
Tag der offenen Tür im BW-Depot Herongen(13.10.2007)

 


 


Löschzug Herongen - Grossübung mit der Feuerwehr Leuth
Das Gelände vom  Gestüt Seehof in Leuth war am Samstag (20.Oktober 2007) Inhalt eines Übungsabends der Feuerwehren aus Herongen und  Leuth. Im jährlichen Wechsel finden die Übungen statt. Die Aufgabe bestand aus einem Brand in 2 verschiedenen Stallungen. Weiterhin wurden 9 Personen vermisst und 1 Pferd musste in Sicherheit auf die Weide gebracht werden. Es wurde mit vier Einsatzfahrzeugen ausgerückt. Die Aufgabe der Ersten an der Einsatzstelle eingetroffenen Kräfte bestand darin, die verletzte Personen aus dem Gebäude zu retten, während die übrigen Einsatzkräfte die Löschmaßnahmen ergriffen. 

Anschließend wurde die Übung gemeinsam besprochen und wir erhielten von der Familie Broich eine kompletten Überblick über das gesamte Gestüt. Wir wurden von der Familie zu einem leckeren Essen eingeladen und von den Kameraden aus Leuth gab es die noch die passenden Getränke. Für die Einladung und den schönen Abend bedanken wir uns bei der Familie Broich vom  Gestüt Seehof und natürlich bei den Kameraden aus  Leuth.

 



 

Löschzug Herongen - 4.Fahrradrallye der Amandusschule Herongen
Am Samstag (15.09.07) startete die 4. Fahrradrallye der  Grundschule Herongen. Zwischen 11Uhr und 14 Uhr konnten alle Kinder mit ihren Eltern am Schulhof der Amandusschule starten. Auf der 18 Kilometer langen Strecke galt es die 17 Rätsel/Fragen von Herrn Michelkens zu lösen und am Ende zu einem Lösungswort zusammenzustellen.  

Nach etwa 10 Kilometern hatte der  Förderverein der Amandusschule und die Feuerwehr Herongen eine Pausenstation an der Jugendherberge in Hinsbeck  aufgebaut. Hier wurde an alle Teilnehmer an der "Fitteria" ein kleiner Imbissgereicht. Die Feuerwehr hatte einige Spiele aufgebaut, damit fehlende Buchstaben erspielt werden konnten. Zurück am Schulhof konnten sich Eltern und Kindern dann an der Cafeteria mit Kuchen, Kaffee, Kaltgetränken und Würstchen wieder stärken und den Nachmittag in Ruhe ausklingen lassen. Mit 180 Teilnehmern war diese Veranstaltung wieder ein voller Erfolg.
 


 

Löschzug Herongen - Familien -Fahrradtour 2007
Unsere Fahrradtour fand in diesem Jahr am 08.September statt. Das Wetter war leider nicht das Beste, aber fast immer Trocken. Somit konnte die Tour am Gerätehausstarten. Die Route führte uns direkt Richtung Niederlande. Hinter der Grenze gab es einen kleinen Abstecher in die Heide entlang des Segelflughafens. Von dort aus ging es aber immer weiter ins Zentrum von Venlo. Obwohl wir fast dann Mitten in Venlo waren, gab es hier einen kleinen, aber feinen Park. Ideal für einen Zwischenstopp mit Kaffee und Kuchen. Hier hatten Leo und Thomas schon alles aufgebaut. Die Kinder konnten sich auf der großen Fläche austoben. Abschließend gab es noch für jedes Kind ein Eis.

Nach der Pause radelten wir gemütlich zurück nach Herongen. Am Gerätehaus angekommen, gab es neben Getränken natürlich auch noch etwas zu Essen. Zum Abschluss schauten sich dann noch viele das Fußball-Länderspiel Wales gegen Deutschland über unsere Leinwand an. Für diesen tollen und gelungenen Tag bedanken wir uns bei den diesjährigen Organisatoren: Marcel Fackendahl, Ingo Leukers und Karsten Bücken

 



 

Vater - Kind- Zelten 2007
 An diesem Samstag begann unsere Tour mit 14 Kameraden und ihren 24 Kindern wie gewohnt am Gerätehaus. Das Wetter sah ausgezeichnet gut aus, keine Wolken, nur Sonne bei über30 Grad …

Unsere erstes Ziel war der Camping-Platz "Zum alten Forsthaus" in Landkern bei Cochem an der Mosel.  Die Zelte wurden aufgebaut, die Hänger wurden geleert und es gab eine erste Verpflegung. Anschließend fuhren wir zum nahegelegenen
 Wild-und Freizeitpark Klotten. Hier blieben wir bis um Abend, so dass alle Kinder die vielen Attraktionen auch so richtig ausnutzen konnten. Wieder zurück am Campingplatz wurde direkt der Grill angemacht. Nachdem gegrillt worden ist, gab es noch die Klassiker: Lagerfeuer und Nachtwanderung.

Der nächste Morgen fing mit dem Frühstück an. Anschließend wurde aufgeräumt, zusammengepackt und gegen 10 Uhr fuhren wir zu unserem nächsten Ziel. In Moselkern stellten wir unsere Wagen ab und unternahmen eine "kleinere" Wanderung. Das Ziel, eine Burg, war lange Zeit nicht zu erkennen, doch dann kam sie plötzlich zum Vorschein: die  Burg Eltz  ! Doch vor der Burg musste ja noch die Eltz überquert werden, entweder über eine Brücke oder eben durch das Wasser. Bei mittlerweile über 30 Grad kam dies zum rechten Zeitpunkt. Weiter ging es zur  Burg Eltz. Im Burginnenhof konnten wir eine kleine Pause machen. Bei der anschließenden Burgführung wurde uns die geschichtlichen Hintergründe der Burg erklärt und man konnte sich bei den vielen Räumen und Sälen einen Überblick über die damalige Zeit verschaffen.   Hierzu gehörten natürlich auch die vielen Rüstungen und Waffen der Ritter.  Nach einem kleinen Imbiss auf der Burg traten wir unseren Heimweg an, doch erst mussten wir ja wieder zu unseren Wagen wandern. Bei 35 Grad Außentemperatur, Stau auf der Autobahn A61 erreichten wir dann gegen Abend wieder Herongen. Bedanken möchten wir uns für dieses tolle Wochenende bei den Organisatoren: Norbert Hetgens, Gerhard Maesmanns und Volker Winkelmann ... und besonders in diesem Jahr bei den Spezial-Beratern: Joscha Hetgens und  Frank Maesmanns.

 


 

Großübung der Feuerwehr Straelen vom 02.06.2007
Am Samstag (02.06.2007) fand die diesjährige Großübung der Feuerwehr Straelen statt. Die Lage war ein schwerer Verkehrsunfall (Kreuzung Hubertusstrasse / Kromsteg) mit mehreren PKWs und eingeklemmten Personen, einbrennender Wohnwagen und ein LKW mit Gefahrgutkennzeichnung. Bei diesem Einsatz warenbeteiligt:
Löschzug Stadt mit dem Einsatzleitfahrzeug(ELF1), Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 16/12)und demTanklöschfahrzeug (TLF 16/25)
Löschzug Herongen mit dem Tanklöschfahrzeug(TLF 16/25) und dem Mannschaftstransportfahrzeug (MTW)
Löschgruppe Brüxken-Dam-Rieth mit demKleintanklöschfahrzeug (KTLF) und demMannschaftstransportfahrzeug (MTW)
Löschgruppe Auwel-Holt-Vorst mit demKleintanklöschfahrzeug (KTLF)
weiterhin der Rettungsdienst Kleve, dieJohanniter Unfall-Hilfe und das Deutsche Rote Kreuz.
 
Presse / Information
Feuerwehrübung: „Wer schreit,der lebt“ --- Rheinische Post vom 04.06.2007
Straelen Rauch, Feuer, ineinander geschobene Autos, schreiende Menschen. Auf den ersten Blick eine Katastrophe, auf den zweiten Blick eine Großübung der Freuerwehrlöschzüge Straelen, Auwel-Holt, Brüxken und Herongen.
 Das Szenario: Am Samstag um 14 Uhr geht ein Hilferuf bei der Notrufzentrale in Kleve ein. Kurze Zeit später ertönt die „laute“ Alarmierung über die Sirene in Straelen.
Zusätzlich werden die Feuerwehrmänner über ihre Funkmeldeempfänger zum Einsatzort gerufen. Innerhalb von drei Minuten ist das erste Löschfahrzeug voll besetzt und kann zum Unfallort ausrücken. Als die Feuerwehrmänner weitere zwei Minuten später am Unfallort auf der Hubertusstraße eintreffen, erwartet sie schwerste Arbeit. An einer Kreuzung sind vier Autos ineinander gefahren. Unter ihnen ein in Flammen stehender Wohnwagen. Ein Kleintransporter, der ausweichen wollte,steht auf der gegenüberliegenden Seite halbschräg im Graben. Besonders gefährlich, denn er hat Gefahrengut geladen.
DRK-Jugend schminkte „Opfer“ . Die Insassen sind blutüberströmt - zum Glück nur Schminke. Sie werden von der Jugend des Roten Kreuzes gespielt. Im Voraus wurde jedem Schauspieler eine Verletzung zugewiesen. So haben die Feuerwehrmänner, Rettungssanitäter und Johanniter etwa mit Kinder zu tun, die unter Schock stehen, müssen Wirbelsäulenverletzungen entsprechend behandeln und sich um Brandverletzungen kümmern. „Selbst wenn man weiß, dass es nur eine Übung ist, verfolgt mich ein unangenehmes Gefühl, wenn jemand aus einem Wrackherausgeschnitten wird.“, erklärt Jacqueline Wenzel (24) vom Roten Kreuz.

Auch bei dieser Übung mussten die Feuerwehrleute zur großen Zange greifen, um eine verletze Person aus dem Auto zu befreien. Die Situation ist gleichzeitig eine Übung für den Rettungsdienst. Dieser hat alle Hände voll zu tun. Jeder Patient bekommt eine Karte umgehängt, der man Informationen zur Person und zur Verletzung entnehmen kann. Zur Erstversorgung wird vom Rettungsteam in Windeseile ein Zeltaufgebaut, in dem Betroffene behandelt werden können.
Um die Übung zu bewerten, sind Schiedsrichter vor Ort , die das Verhalten der Einsatzkräfte beobachten und eventuelle Fehler notieren. Die Ergebnisse werden in einer Besprechung ausgewertet und Verbesserungsvorschläge angeregt. Denn im Notfall zählt jeder gekonnte Handgriff.
- /KATRIN LEENEN  Quelle:Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH /Publikation: Rheinische Post Geldern /Ausgabe: Nr.127 /Datum: Montag, den 04. Juni 2007 /Seite: Nr.10
 


 

Brandschutzerziehungswoche Kindergarten 2007
Die Erzieherinnen des Kindergartens haben den Kindern eine Woche lang in allen drei Gruppen Wissenswertes zum Umgang mit dem Feuer beigebracht. Die Schwerpunkt in der Brandschutzerziehung lagen bei den folgenden 5 Punkten:
1. Erkennen des Elements Feuer als Freund: Feuer ist hell, warm und freundlich
2. Erkennen der Gefahren des Feuers: Feuer kann heiß, verletzend und gefährlich sein. Feuer nur im Beisein von Erwachsenden, Richtiger Umgang mit Zündmitteln(Vorschulkinder)
3. Fähigkeiten, sich bei einem Brand richtig zu verhalten: Den Brandraum zügig verlassen, aber nicht rennen ; Türen zum Brandraum schliessen ;Bei einem verrauchten Raum diesen kriechend verlassen ;Erwachsende verständigen ; richtiges Verhalten, wenn der Fluchtweg abgeschnitten ist.
4. Kennen der Alarmierung der Feuerwehr/ des Krankenwagens über die Notrufnummer 112:
Wer meldet ? (Name, Adresse)
Wo ist es passiert ? (Ort, Strasse, Hausnummer)
Was ist passiert ? (Feuer, Unfall)
Wie ist die Situation? (Verletzte Personen)
Warten auf Rückfragen!!! (Was sagt der Feuerwehrmann)
5. Kennen der Feuerwehr und ihrer Ausrüstung

Am Freitag waren die Kameraden Karsten Bücken, Thorsten Fischer, Andreas Maßing, Thomas Weirich und Volker Winkelmann den ganzen Vormittag im Kindergarten und haben das Gelernte nochmals vertieft. Für die Kinder war es ein besondere Freude im Feuerwehrwagen sitzen zu dürfen, aber auch den Wagen erklärt zubekommen. Mit Hilfe zweier Telefone konnte das richtige Verhalten geübt werden. Ebenso wurde an diesem Morgen eine Alarmübung durchgeführt. Schwerpunkte hierbei lagen bei dem kontrollierten Auszug aus der Gruppe, der Kontrolle der Kinderzahl mit der Anwesenheitsliste und der Gang zum Sammelpunkt. Defizite wurden anschl. mit den Erzieherinnen und Kindern besprochen.

Übung im Kindergarten:
Zum Abschluss erfolgt nun am Samstag eine Alarmübung, bei dem neben dem Löschzug Herongen auch Brüxken  vertreten war. Damit die Simulation einem Ernstfall schon sehr nahe kam, sind alle Kinder des Kindergartens in ihren Gruppenräumen. 
Nach dem geübten Auszug aus der Gruppe konnten sich die Kinder mit den Eltern die Feuerwehrübung aus aller nächsten Nähe anschauen.

 



 

Sturmschäden durch Orkan Kyrill (18.-19.01.2007)
Seit 2 Tagen(18.-19.01) sind alle Züge der Feuerwehr Straelen im ständigen Einsatz um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Die Einsätze erstreckten sich auf das gesamte Stadtgebiet. 
Unzählige Bäume musste gefällt werden, ein brennender Strommast wurde gelöscht.  Am Donnerstag (18.01) wurde die B58 zwischen Broekhuysen und Straelen  und die B221 zwischen Herongen und Leuth gesperrt. Zu viele Bäume waren umgekippt und die Gefahr für die Feuerwehr war zu Groß. 

Pressemitteilung
Der Landrat als Kreispolizeibehörde Kleve - Die Polizei informiert:
Kreis Kleve 19.01.1007: Polizeizieht erste Schadensbilanz - Bilanz nach dem Orkan 
Am Freitag Morgen konnte eine erste vorläufige Bilanz nach einer sehr einsatzintensiven Nacht gezogen werden. Durch den Orkan, der auch im gesamten Kreis Kleve bis tief in die Nacht hinein tobte, wurden hunderte von Bäumen entwurzelt oder abgeknickt. Etliche Stromleitungen waren vorübergehend unterbrochen. Bei der Leitstelle der Polizei gingen schätzungsweise bis zu 1000 Notrufe während des Sturms ein. In Anbetracht der katastrophalen Verhältnisse auf den Straßen kann dennoch gesagt werden, dass die Bürger im Kreis Kleve noch mit einem blauen Auge davonkamen.
Insgesamt registrierte die Polizei bedingt durch den Sturm 37 Verkehrsunfälle. Autos waren gegen umgestürzte Bäume gefahren oder waren von umstürzenden Bäumen getroffen worden. Glücklicherweise wurden bei 32 dieser Unfälle keinerlei Personen verletzt. Dennoch musste bei zwei Unfällen jeweils eine Person mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. In drei Fällen zogen sich die Autofahrer nur leichte Verletzungen zu. Eine Fußgängerin war am Donnerstag Abend in der Fußgängerzone von einemumherfliegenden Gegenstand getroffen und leicht verletzt worden. Ein Streifenwagen der Klever Polizei wurde ebenfalls durch einen umstürzenden Baum getroffen. Die Beamten waren gerade auf dem Weg zu einem Verkehrsunfall auf der Triftstraße, als der Baum auf das Fahrzeug aufschlug. Obwohl an dem Funkstreifenwagen erheblicher Sachschaden entstand blieben die Polizisten zum Glück unverletzt.
Nach wie vor sind mehrere Hauptverkehrsstraßen gesperrt. Die Straßenmeistereien sind damit beschäftigt, die Orkanschäden zu beseitigen. Auf Grund der Masse der zu beseitigenden Schäden wird allerdings die B 504 zwischen Kranenburg und Goch-Kessel auf jeden Fall noch den ganzen Tag über gesperrt bleiben. Die Aufräumarbeiten auf der Grunewaldstraße zwischen Kleve und Goch-Kessel dauerten am Freitag Morgen noch an. Gegen Mittag waren die Schäden dort dann soweit beseitigt, dass diese Straße gegen 12.15 wieder freigegeben werden konnte. Die Polizei im Kreis Kleve war mit insgesamt etwa 120Beamten während der Abend- und Nachtstunden im Dauereinsatz.

Presse /Information
Antenne Niederrhein vom 19.01.07: NRW/Niederrhein: Waldgebiete gesperrt
Die Forstämter an Rhein und Ruhr haben für alle Waldflächen bis auf weiteres ein Betretungsverbot ausgesprochen. Dazu gehört u.a. auch der Reichswald bei Kleve. Orkantief Kyrill habe immense Schäden angerichtet, deshalb sei es zur Zeit lebensgefährlich im Waldspazieren zu gehen, heißt es.
Antenne Niederrhein vom 19.01.07: Kempen: Feuerwehrmann kam ums Leben
Eine traurige Bilanz zieht die freiwillige Feuerwehr St. Tönis nachdem Sturm. Dort kam bei Aufräumarbeiten gestern Abend eine Feuerwehrmann ums Leben. Nach Angaben der Polizei war der 39-jährigedamit beschäftigt, einen auf die Straße gestürzten Baum zu beseitigen. Dabei wurde er vermutlich von einem weiteren durch den Sturm entwurzelten Baum erschlagen. Notfallseelsorger kümmerten sich um die weiteren Einsatzkräfte vor Ort. Bis 21 Uhr zählte die Kreispolizei Viersen mehr als 120 Sturmeinsätze. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden.